Eine der wichtigsten Fragen der aktuellen Marketingforschung ist die Erklärung von menschlichem Entscheidungsverhalten. In den letzten Jahren zeigten verschiedene Studien, dass Präferenzen nicht immer klar definiert sind, sondern oft erst im Laufe des Entscheidungsprozesses konstruiert werden. Damit drängt sich die Frage auf, ob und inwiefern Präferenzen und dadurch die Entscheidungen durch externe Effekte beeinflusst werden können. Ein solcher Faktor, der die Entscheidungen von Individuen beeinflussen kann, ist ein Default. Ein Default wird definiert als die Option, welche ein Kunde automatisch erhält, sofern er sich nicht ausdrücklich für eine andere entscheidet, oder die Option, die ein Kunde erhält, wenn er keine Entscheidung trifft. Obwohl die Wirkung von Defaults in der Literatur unbestritten ist, sind viele Fragen noch nicht geklärt. Beispielsweise die Frage, wie Defaults bei Produkten wirken, die einer moralischen Beurteilung unterliegen. Diese Fragestellung wurde in der vorliegenden Studie untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass sich der Effekt von Defaults zwischen Produkten mit und Produkten ohne moralische Komponente unterscheidet. So hat ein hoher Default bei Produkten, die einer moralischen Beurteilung unterliegen eine negative Wirkung: Bei einem hohen Default wählen weniger Personen das moralisch bessere Produkt als ohne Default. Für die Praxis kann daher die Implikation gezogen werden, bei Produkten mit moralischer Komponente auf den Einsatz von Defaults zu verzichten.

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